Access Kafka
Kampagne zur Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin.
Den Zugang zu Orten, sowohl imaginären und virtuellen wie auch physischen, verhandelt Access Kafka: Einhundert Jahre nach Franz Kafkas Tod widmet das Jüdische Museum Berlin dem Schriftsteller eine Ausstellung, die Handschriften und Zeichnungen aus dem Nachlass Kafkas künstlerischen Positionen der Gegenwart gegenüberstellt. Im Zentrum der von Shelley Harten kuratierten Ausstellung steht die Frage nach Zugang, nach Access. Zugehörigkeit und Einlass sind zentrale Motive in Kafkas Texten, und zugleich hochaktuelle Themen unserer Zeit, in politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Privatsphäre und Öffentlichkeit. Nicht zuletzt hinterfragen die ausgestellten Positionen das Künstler:innendasein als solches und den Zugang dazu.
Unsere grafische Gestaltung arbeitet mit starkem Schwarz-Weiß-Kontrast und großformatiger Typografie. Key Visual der Kampagne ist ein Auszug aus Mary Flanagans Arbeit [borders: chichen itza], das wie durch einen Spalt nur ausschnitthaft zu erkennen ist und auf Zugang, oder dessen Beschränkung, verweist. Ergänzt wird das Kampagnenmotiv durch ein Zitat Kafkas, „Wer Künstler werden will, melde sich!”, das Besucher:innen auf Plakaten in der Stadt sowie im Treppenhaus des JMB willkommen heißt. Über das gesamte Ausstellungshaus hinweg finden sich weitere, kleinformatige Zitate des Schriftstellers, die auf die Ausstellung verweisen, in der zeitgenössische Künstler:innenperspektiven in Dialog mit Kafkas Manuskripten treten.